V Bird = Konkursverschleppung?

Hier sind alte Diskussionen über V Bird, den ehemaligen Homecarrier des Flughafens Weeze, archiviert.
Here old discussions about V Bird, the former homecarrier of Airport Weeze, are archived.

Moderatoren: Markus, Maik, Rolf

V Bird = Konkursverschleppung?

Beitragvon Karl1969 » Sonntag 9. Januar 2005, 18:32

Hallo @all,

mich hat's Weihnachten hier in München "erwischt".
Ich hatte im September auf der Homepage von V Bird die Tickets für mich und meine Famillie (Frau + zwei Kinder) von München nach Kopenhagen gekauft.

Am Flughafen musste ich dann erfahren, dass V-Bird bereits im Oktober pleite gegangen ist.

Das Wenigste wäre gewesen, die Kunden ihre Tickets über das Internet bestellt haben, darüber zu informieren, dass die Flüge nicht stattfinden
können.

Noch viel unverschämter fand ich jedoch, dass VB versucht hat, soviele Tickets wie möglich im Rahmen einer grossen Promotion Aktion die Ende September stattfand (d.h. zwei Wochen vor der Pleite) an den Mann zu bringen.

Das ist kriminell!

Leider war der Sitz der Firma in NL sonst hätte ich schon längst einen Strafantrag bei den Behörden wegen Konkursverschleppung eingereicht.

Vielleicht lesen hier ja Juristen mit, die in der Lage sind mir einen Tipp zu geben. Das Geld das ich für die Tickets aus dem Fenster geschmissen habe ist mir eigentlich egal: Mir geht es eher darum, dass wahrscheinlich viele Leute auf diese Promotion Aktion mit der sich VB vor dem Untergang nochmal die Taschen auf Kosten der Kunden vollstopfen wollte, reingefallen sind.

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Beitragvon Maik » Sonntag 9. Januar 2005, 18:44

Herzlich Willkommen im nrn:forum.

Vielleicht liest du erstmal die älteren Posts in diesem Forum (vor allem "Das war´s dann wohl", http://www.nrn-forum.net/viewtopic.php?t=1308) und die Artikel aus der Presseschau auf pro-niederrhein.net vom Oktober. Dann wirst du feststellen, dass bis zur Nacht vom 7. auf den 8. Oktober aussichtsreiche Übernahmeverhandlungen mit Investoren liefen. Von Betrug kann also keine Rede sein.

Desweiteren sei festgestellt, dass in diesem Forum keine strafrechtlich relevanten Anschuldigungen toleriert werden. Bitte halte dich daran.
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Beitragvon Karl1969 » Sonntag 9. Januar 2005, 19:02

Hallo Maik,

Maik hat geschrieben: (...) Dann wirst du feststellen, dass bis zur Nacht vom 7. auf den 8. Oktober aussichtsreiche Ãœbernahmeverhandlungen mit Investoren liefen. Von Betrug kann also keine Rede sein.


Ich habe zwar keine Lust mich mit dir zu streiten :wink: aber das Mindeste wäre doch gewesen auf der Homepage darauf
hinzuweisen, dass die Gesellschaft sich in finanziellen Schwierigkeiten
befindet und dass Ãœbernahmeverhandlungen mit Investoren laufen.

Der Kunde sollte dann entscheiden ob er das Risiko eingeht in solch
ein Situation noch ein oder mehrere Tickets bei dieser Fluggesellschaft
zu kaufen. In diesem Fall sind die Kunden jedoch komplett im dunkeln
gelassen worden...


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Beitragvon Kleve88 » Sonntag 9. Januar 2005, 19:14

@Kai

Bisher ist mir keine Airline bekannt, die ihre finanziellen Engpässe auf der Homepage breittritt!

Der Imageschaden wäre im Falle des Weiterbestehens nicht unerheblich.
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Beitragvon eT » Sonntag 9. Januar 2005, 19:15

probier mal bei deiner credit-card-company dein geld zurueckzufordern.
bei meiner niederlaend. gesellschaft hat das funktioniert.
allerdings: NICHT am telefon abwimmeln lassen (halt erfragen an wen man schicken muss!) und SCHRIFTLICH vorgehen.
falls du eine NL gesellschaft hast: bitte PM, ich kann dir dann einen niederlaend voorbeeldbrief schicken zum claimen. :)
viel glueck!
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Re: V Bird = Konkursverschleppung?

Beitragvon wolke7 » Sonntag 9. Januar 2005, 19:23

Hallo Karl1969

Es ist natürlich sehr enttäuschend, dass du vorab in keiner Weise über den Ausfall der Flüge informiert worden bist.

Ich glaube aber kaum, dass irgendeine Gesellschaft plakatiert, sich in finanziellen Schwierigkeiten zu befinden und um Rettungsversuche bemüht zu sein. Das wäre gleich der vorprogrammierte Todesstoß!

Karl1969 hat geschrieben:Noch viel unverschämter fand ich jedoch, dass VB versucht hat, soviele Tickets wie möglich im Rahmen einer grossen Promotion Aktion die Ende September stattfand (d.h. zwei Wochen vor der Pleite) an den Mann zu bringen.

Das ist kriminell!


Ich weiss nicht, inwieweit dir die Werbeaktionen von V Bird bekannt waren und nehme an, mit "Promotion-Aktion" meinst du eine der letzten SONNTASGSÃœBERRASCHUNGEN.
Diese fanden kontinuierlich beinahe jede Woche statt und waren somit in dem Fall keine Aktion im grossen Rahmen. Neben ausgesuchten Zielen wurden sogar manchmal auch alle Ziele in die Aktion aufgenommen.


Gruß

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Beitragvon eT » Sonntag 9. Januar 2005, 19:25

nee, ich denke nicht die letzten "sonntagsueberraschungen".
auch ich hatte mir im august/september schon mal gedanken ueber die doch deutlich haeufung von sonderangeboten gemacht, v.a. weil die zeitraeume dafuer immer verlaengert wurden.
ein wenig "roch" es vorher schon nach problemen ... [leider!]
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Beitragvon Karl1969 » Sonntag 9. Januar 2005, 20:13

eT hat geschrieben:probier mal bei deiner credit-card-company dein geld zurueckzufordern.
bei meiner niederlaend. gesellschaft hat das funktioniert.


Das Geld ist leider direkt von meinem Bankkonto abgebucht worden, diese Möglichkeit bestand ja auch neben der Bezahlung per Kreditkarte.
Leider sind Rückbuchungen auf's eigene Konto nur vier Wochen nach einer Abbuchung möglich. Deswegen wäre es um so angebrachter gewesen, das s VB
nach den gescheiterten Ãœbernahmeverhandlungen seine Kunden informiert.

Kleve88 hat geschrieben:@Kai
Bisher ist mir keine Airline bekannt, die ihre finanziellen Engpässe auf der Homepage breittritt!


OK... Das war vielleicht etwas naiv. Wäre aber fair gewesen.
Eigentlich sollte keiner Dienstleistungen anbieten und Geld dafür kassieren wohlwissentlich, dass er die verkaufte Dienstleistung mit
hoher wahrscheinlichkeit nicht ausführen kann.

Ich habe Verwandte in Schweden die mir erzählt haben, dass es dort
ein Gesetz gibt, dass die Fluggesellschaften zwingt sich gegen solche
Eventualitäten zu versichern. Im Konkursfall bleiben die Kunden dann
nicht im Urlaubsland sitzen und können auf anderen Fluggesellschaften ausweichen.

Die Fluggesellschaft die nicht in der Lage ist die Versicherung zu zahlen
kriegt auch keine Lizenz. Was den Verbraucherschutz angeht kann sich
Deutschland übrigens ne Menge bei Schweden abschneiden (nicht nur diesbezüglich).

Ich habe übrigens Glück gehabt und konnte meiner Familie den Weihnachtsurlaub in Skandinavien noch ermöglichen, da ich
noch (relativ) günstige Tickets für den Tag darauf bei der LH bekommen habe.

Fazit: Geiz ist halt nicht immer geil (und vor allem nicht bei Flugtickets :wink: )

Karl
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Beitragvon Maik » Sonntag 9. Januar 2005, 20:20

Karl1969 hat geschrieben:Deswegen wäre es um so angebrachter gewesen, das s VB
nach den gescheiterten Ãœbernahmeverhandlungen seine Kunden informiert.

Also, auf der VBA-Website hat´s wochenlang gestanden.
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v bird

Beitragvon NRNkai » Sonntag 9. Januar 2005, 21:46

hi karl

es ist schon schade das es v bird nicht mehr gibt, aber trodsdem kann die arline auch nichts dran machen das der investor über nacht abgesprungen ist.
VBA hat alles versucht was ging und das solte mann in in erinnerung behalten

gruß kai
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Beitragvon dD » Sonntag 9. Januar 2005, 21:58

Karl1969 hat geschrieben:Ich habe Verwandte in Schweden die mir erzählt haben, dass es dort
ein Gesetz gibt, dass die Fluggesellschaften zwingt sich gegen solche
Eventualitäten zu versichern. Im Konkursfall bleiben die Kunden dann
nicht im Urlaubsland sitzen und können auf anderen Fluggesellschaften ausweichen.

Die Fluggesellschaft die nicht in der Lage ist die Versicherung zu zahlen
kriegt auch keine Lizenz. Was den Verbraucherschutz angeht kann sich
Deutschland übrigens ne Menge bei Schweden abschneiden (nicht nur diesbezüglich).

Sowas gibt's auch in Deutschland (glaube auch in NL) gilt bisher aber nur für Reiseveranstalter. Bei Pauschalurlaub wäre es also ganz einfach gewesen. Hat sich leider für Fluggesellschaften noch nicht durchgesetzt.

Karl1969 hat geschrieben:Ich habe übrigens Glück gehabt und konnte meiner Familie den Weihnachtsurlaub in Skandinavien noch ermöglichen, da ich
noch (relativ) günstige Tickets für den Tag darauf bei der LH bekommen habe.

Fazit: Geiz ist halt nicht immer geil (und vor allem nicht bei Flugtickets :wink: )
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Na dann war es für euch zumindest kein Weltuntergang, anders dagegen bei vielen Mitarbeitern oder für die abhängigen Unternehmen.
Du hast natürlich Recht das du dich aufregst aber ein Blick auf die VBird Website hätte dich seit Monaten auch Informiert. :wink:

Fazit: Firmenpleiten gibt's überall und die kommen fast immer ganz plötzlich. Will man davon nicht betroffen werden muß schon jeder selbst auf sich aufpassen!
So is halt unsere Welt im Moment. :?
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Beitragvon AN » Sonntag 9. Januar 2005, 23:07

Sind Lastschrift-Rückbuchungen nicht 6 Wochen möglich?

Als eifriger München Flieger denke ich aber zu wissen, was Karl1969 meint: VBird machte in München sehr viel Radio Werbung und am Airport in MCH, Terminal 1, Bereich D hängt noch immer das VBird Schild gross vor der Tür.

Allerdings stand die Pleite von VBird lange genug auf der HP dort und auch die Münchener Zeitungen berichteten recht groß über die VBird Pleite. Also, iregendwie hätte man das mitbekommen müssen.
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Beitragvon ProVBird » Montag 10. Januar 2005, 10:38

Liebe Leute,

genau dieser Thread ist der Grund, warum das Thema auf read only umgestellt wird. Merkt Ihr gar nicht, daß Ihr Euch nur im Kreis dreht? Der ganze Müll wird hier wieder in Kurzform durchgekaut.

V Bird exisitiert nicht mehr - das ist schlimm genug.

"Ruhe in Frieden"
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Beitragvon Jan » Montag 10. Januar 2005, 16:31

AN hat geschrieben:
Als eifriger München Flieger denke ich aber zu wissen, was Karl1969 meint: VBird machte in München sehr viel Radio Werbung und am Airport in MCH, Terminal 1, Bereich D hängt noch immer das VBird Schild gross vor der Tür.

Allerdings stand die Pleite von VBird lange genug auf der HP dort und auch die Münchener Zeitungen berichteten recht groß über die VBird Pleite. Also, iregendwie hätte man das mitbekommen müssen.


Das kann ich bestätigen. Die V-Bird Funkspots liefen noch auf Radio Gong 96.3 als die Flieger schon auf dem Weg nach Kanada waren - allerdings wurde die Ausstrahlung dann auch recht zügig (bis zum Nachmittag) eingestellt.

Die Presse ín MUC hatte teilweise sehr groß über die Pleite berichtet - TZ z.B. auf einer 1/2 Seite mit riesigem Foto des V-Bird Airbus ...
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Beitragvon MD80 » Freitag 21. Januar 2005, 00:12

Die V-Bird Schilder am Flughafen in MUC hängt seit einigen Wochen nicht mehr. Ich arbeite in MUC beim ehemaligen Handling Agent der V-Bird, und kann bestätigen dass immer wieder mal Passagiere kommen, die V-Bird fliegen wollen, aber nicht wussten dass es die V-Bird nicht mehr gibt (auch wenn es immer seltener sind, meistens sind Finnen oder Dänen die nach Helsinki oder Kopenhagen wollten). Und ich höre immer "warum wurden wir nicht verständigt?". Leute, wer soll die Paxe verständigen? Die V-Bird? Da arbeitet doch NIEMAND mehr. Und einen Hinweis auf der Webseite so nach dem Motto "uns gehts schlecht, vielleicht ist es nächste Woche aus" wäre Selbstmord. Hat ja z.B. Aero Lloyd auch nicht gemacht. Dann hätte man ja gar keine Chance mehr.
Ich denke sowieso dass der ganze "Billig-Wahn" mal ein Ende haben muss. Den Leuten muss es mal bewusst werden dass fliegen was kostet. Mit dem Ertrag den die VBird hier in München pro Flug gemacht hat war wahrscheinlich nicht mal das De-Icing gedeckt. Es kann nicht normal sein für 20 Euro quer durch Europa zu jetten, das bekommen wir als Airliner nicht mal als ID90 so günstig.
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